Oxford Murders - Redaktionelle Kommentare DVD

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Oxford Murders

TitelOxford Murders
Kaufstart 16.01.2009
Kommentar vom14.01.2009
RedakteurMathias Bornemann
Mathias Bornemann
Oxford MurdersDer Film
Martin (Elijah Wood), ein ambitionierter amerikanischer Austauschstudent, kommt nach Oxford, um sein Studium an dieser renommierten Universität zu beenden. Auch würde er am liebsten seine Doktorarbeit bei dem weltweit angesehenen Mathematiker Professor Seldom (John Hurt) schreiben doch zunächst scheint dieser für ihn unerreichbar. Durch einen Zufall sollen die beiden jedoch dennoch aufeinander treffen, oder besser gesagt durch das plötzliche Ableben von Martins Vermieterin, die eine langjährige Bekannte des Professors ist. Der Mord, der scheinbare Anzeichen eines Serienverbrechens trägt beschäftigt nicht nur die Behörden sondern auch die beiden Mathematiker, denn sie glauben diesen mit Hilfe von Formeln und ungewöhnlichen Lösungsansätzen entschlüsseln zu können. Da dies nicht der einzige Mord in der sonst so ruhigen Stadt bleibt und immer mehr Zeichen auf ein Serienverbrechen hin deuten, sehen sich die beiden in ihrer Meinung bestärkt, aber die Zeit drängt unerbittlich, denn bald schon könnte ein nächster folgen. In ihren Meinungen und Deutungen der Zeichen, die der Mörder hinterlässt, immer mehr konträr gehend, werden der Professor und sein Filius zu Kontrahenten, während weitere Morden folgen sollen.

Der Kommentar
Hierzulande hat es der Film von Alex de la Iglesias nicht offiziell in die Kinos geschafft, erfreut sich nun aber einer viel versprechenden DVD-Veröffentlichung. Diese ist berechtigterweise gestützt durch die erfolgreiche Teilnahme beim jährlich statt findenden Fantasy Filmfest, wo „Oxford Murders“ im letzten Jahr zu einem Publikumsliebling avancierte. In der gelungenen Mischung aus Mystery und Thriller die sogar durch einige komödiantische, wie auch romantische Ansätze ergänzt wird, ist der Film zwar nicht größtes Spannungskino, dafür aber ein durchweg vielseitig und unterhaltsamer Streifen. Die einprägsamen Bildsprache, wie auch die guten darstellerischen Leistungen von Altstar John Hurt sowie „Hobbit“-Ikone Elijah Wood bieten ein guten Unterhaltungswert. Insbesondere die philosophischen Ansätze wie auch die mathematischen Exkurse, beides für den Zuschauer leicht verdaulich in die Handlung integriert, bieten Abwechslung und übertünchen die ein oder andere Schwäche, wie beispielsweise die holprigen Liebesszenen.

Das Bild
Ähnlich wie sein spanischer Regiekollege Pedro Almodovar legt auch de la Iglesias besonderen Wert auf eine atmosphärisch dichte Farbgebung. Diese erstrahlt auch in der DVD Fassung in kräftigen Tönen. Kleinere Schwächen sind lediglich in der Schärfe, da besonders in der Tiefe, auszumachen, sollen das gute Ergebnis aber dennoch kaum schmälern.

Der Ton
Trotz des anvisierten Genres gibt es eher wenig spektakuläre Soundeffekte. Dies ist jedoch eindeutig bedingt durch die Schauplätze der Handlung. Akkutische Unterschiede zwischen verschiedenen Innen- und Außenbereichen klingen zweifelsohne sehr originalgetreu und bieten auch eine gute Mischung zwischen den Kanälen. Die DTS-Spur ist hier ein wenig schwächer auf der Brust als die 5.1 Dolby Digital-Spur.

Die Ausstattung
Diese fällt in der Single-Edition spärlich oder man könnte auch sagen standardmäßig aus. Vorhanden sind lediglich der Filmtrailer und ein Audiokommentar, der dem Zuschauer einige Hintergründe näher erklärt. Mehr Material gibt es dann auf der 2 Disc – Collectors Edition oder auf Blueray, die redaktionell jedoch nicht vorlagen.

Film Bewertung
65%
Bild Bewertung
80%
Ton Bewertung
70%
Ausstattung Bewertung
10%

© 2012 Mathias Bornemann
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