Indianapolis
| Titel | Indianapolis |
| Kaufstart | 07.09.2007 |
| Kommentar vom | 03.09.2007 |
| Redakteur | Mathias Bornemann
 |
Der Film Frank Capua (Paul Newman) ist ein erfolgsverwöhnter Rennfahrer. Seine Zweikämpfe mit dem schärfsten Rivalen Luther Erding (Robert Wagner) sind legendär und mit seinem natürlichen Charme versteht er es zudem das weibliche Publikum in Verzückung zu versetzen. Schnelle Liebesabenteuer jedoch sind gar nicht sein Wunsch, vielmehr hegt er den Wunsch nach einer soliden Partnerschaft. Fündig wird Frank in der äußerst attraktiven Elora (Joanne Woodward), die er fast schon zu rasant heiratet. Zunächst scheint die Ehe auch zu funktionieren, doch lange Abwesenheiten wegen Rennereignissen und seine oftmals unterkühlte Art, lassen Elora zunehmend vereinsamen, bis diese schließlich einen verhängnisvollen Fehltritt begeht. Nicht nur, dass Frank den Seitensprung zufällig entdeckt, nein, es ist auch noch ausgerechnet Luther. Fortan kämpfen die beiden Konkurrenten verbitterter gegeneinander als je zuvor, zum einen auf der Rennpiste, als auch um die Gunst von Elora zu gewinnen. Die Entscheidung soll schließlich beim bedeutendsten Rennen überhaupt fallen, in Indianapolis.
Der Kommentar Ob nun unmittelbar mit den Dreharbeiten entstanden oder vielleicht doch schon vorher unterschwellig da gewesen, bekannte sich Paul Newman schon damals als Motorsport Fan. Dies ist gewiss ein Indiz dafür, dass man dem Film jene Begeisterung auch deutlich ansieht. Neben dem Renncircus, der mit spektakulären Stunts und Fahraufnahmen aufwartet, die auch heutzutage keineswegs trashig wirken, gibt es auch eine sehr gefühlsbetonte Ebene. Die Dramatik zwischen Capua´s unendlicher Hingabe zu seiner Profession und dem Versuch eine Familie aufzubauen, zeigt auf ergreifende Weise die Schattenseiten seines Lebens. Und wie in seinen Rennen muss er so auch im Privaten ans absolute Limit gehen, wenn ihm der Rivale die Frau ausspannt. So tendiert INDIANAPOLIS in einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen rasanter Action und bewegender Dramatik, dass daran sowohl das männliche als auch das weibliche Publikum gleichermaßen ihren Gefallen finden werden. Das ist großes Kino, welches nach über 30 Jahren noch immer zu begeistern vermag und auch auf DVD in keiner guten Sammlung fehlen sollte.
Fazit: Starke Bilder, großes Staraufgebot und die spürbare Liebe zum Motorrennsport machen diesen Film zu einem definitiven Klassiker, der eine sehr gelungene Aufbereitung aus dem Hause Koch Media erfahren hat.
Das Bild Überraschend positiv gestimmt sein darf der Käufer bei der Betrachtung des Bildes. Hier haben die Macher der DVD ebenso auf die Details geachtet wie ursprünglich die Filmemacher. Das Bild überzeugt mit einer sehr guten Schärfe, kräftigen Farben und einem überzeugenden Kontrast. Bildrauschen ist so gut wie keines vorhanden und auch die Kompression fällt so gut wie nie ins Auge.
Der Ton Eingedenk der Entstehungszeit des Filmes muss man in diesem Bereich qualitative Abstriche einfach hinnehmen. Eine aufwändige Neuvertonung mit Dolby 5.1Abmischung oder gar eine DTS Tonspur wären in diesem Fall wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Dadurch wäre gewiss auch der ursprüngliche Charme verloren gegangen. Im Rahmen der digitalen Neubearbeitung gibt es somit auch kaum etwas auszusetzen. Alle Dialoge sind klar verständlich und störende Nebengeräusche oder aber Rauscheffekte wurden sehr gut herausgefiltert.
Die Ausstattung Ein stimmungsvoll animiertes Menü bereitet auf den Film vor. Im Bereich des Bonusmaterials jedoch finden sich lediglich der Originaltrailer und eine 68 Bilder umspannende Slideshow.
Film Bewertung
80%
Bild Bewertung
80%
Ton Bewertung
70%
Ausstattung Bewertung
10%
© 2012 Mathias Bornemann
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
|