Die Aufschneider
| Titel | Die Aufschneider |
| Filmbewertung vom | 05.02.2007 |
| Redakteur | Martin Graetz
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Film Bewertung Das Gesundheitswesen ist krank. Wer es noch immer nicht glaubt, befrage seinen Arzt oder Apotheker. Wobei sich die finanziellen Nebenwirkungen für den gebeutelten Patienten längst zu einem Kopf an Kopf Rennen mit dessen Miet-Nebenkosten addiert haben. Da tut eine doppelsinnige Gaudispritze not.
Diesem Gedanken trat der so genannte Regisseur, "Diplom Designer" Carsten Strauch allerdings mit der größt-möglichen Kitsch- und Narkosekeule nahe. Gefördert von unzähligen Gremien, kam ein wahres Kompendium des Schwachsinns zustande. Bei der Missgeburt haben leider auch - dem "Kuratorium Junger Deutscher Film" sei's geklagt - prominente Kräfte assistiert: Cosma Shiva Hagen und Christoph Maria Herbst; man ist sich halt nicht zu schade für Drecksarbeit.
An dieser Stelle soll der Pressetext für (oder gegen) sich sprechen. Zusätzliche Interpretationsversuche für diese Aufschneider erübrigen sich.
Es kann nur eine geben! Und deshalb beschließen die örtlichen Behörden, dass eine von zwei benachbarten Kliniken geschlossen werden muss. Entweder das gnadenlos zukunftsorientierte High Tech-Hospital "St. Georg" unter dem strengen Prof. Radwanski (Chr. Maria Herbst), oder die gemütliche, wenn auch etwas heruntergekommene Eichwald-Klinik von Prof. Keller (Burghart Klaußner) stehen zur Disposition. Nur zehn Tage bleiben dem Personal der beiden Häuser, ein Experten-Gremium von ihren jeweiligen Vorzügen zu überzeugen.
Während Radwanski sofort seine Maschinerie aus Korruption und fiesen tricks in Bewegung setzt, bauen die Eichwäldler auf ein fragwürdiges Wellness-Konzept: Eine Mariachi-Band, die bei der Krankengymnastik aufspielt, neuartige Geburtsmöglichkeiten, gemischtgeschlechtliche Dreierzimmer.
Besonders die liebenswerten, aber leicht depperten Ärzte Dr. Steffen Wesemann (Carsten Strauch) und Dr. Klaus Kunze (Rainer Ewerrien) sowie die wahrscheinlich gutmütigste Krankenschwester der Welt, Sylvia Göbel ( Cosma Shiva Hagen), setzen alles daran, die chancenarme Eichwald-Klinik vor der Schließung zu retten. Doch als eines Abends ein Spenderorgan versehentlich gebraten und dann mit Kartoffelpockets servierte wird, als Industriespionage, Kidnapping und versuchter Mord Teile des Sanierungskonzeptes werden, zeigt sich, dass die Gesundheitsreform ganz schön kranke Züge annehmen kann…
Fazit Da wird die Spenderleber in der Bratpfanne verrückt!
Bewertung
60%
© 2012 Martin Graetz
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