Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford - Film

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Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

Jesse James [BRAD PITT] war einer der ersten amerikanischen Medienstars.

Es wurden zahllose faszinierende Bücher und fabelhafte Geschichten über Amerikas wohl berühmtesten Banditen geschrieben, die ihn größer machen als er zu Lebzeiten je war, doch die meisten von ihnen nehmen es mit der Wahrheit nicht ganz so genau.

Für die Ausgeraubten und Terrorisierten und für die Familienangehörigen derjenigen, die Jesse James tötete, war er vermutlich nur ein gewöhnlicher Krimineller. Hingegen wurde Jesse und der James-Gang in den 1870er-Jahren von der Sensationspresse und in vielen Groschenromanen größte Ehrfurcht und Bewunderung entgegengebracht. Er wurde als eine Art Robin Hood gefeiert, der gezielt jene Banken und Eisenbahngesellschaften aufs Korn nahm, die den armen Farmern das Leben schwer machten. Er war ein tragischer Held: Als Südstaatensoldat ging er durch die Hölle und wurde verwundet – er war davon überzeugt, die Union der Nordstaaten hätte sein Leben ruiniert.

Immer mehr Amerikaner zogen in die Städte, führten ein konventionelles, konservatives Leben. Gerade sie erlebten ihn als letzten freien Westernpionier – als Symbol für den amerikanischen Geist, als charismatischen Rebell, der das Gesetz ganz offen verhöhnte und nach seinen eigenen Regeln lebte.

Er verkörperte alles, was eine Legende ausmacht.

Robert Ford [CASEY AFFLECK] bewunderte Jesse James über alles – er war ein idealistischer und ehrgeiziger Junge, der sich nichts mehr wünschte, als eines Tages mit seinem Idol reiten zu dürfen. Er konnte nicht ahnen, dass er einst als der dreckige kleine Feigling in die Geschichtsbücher eingehen würde, der Jesse in den Rücken schoss.

Aber wer war Jesse James wirklich – abseits der Halbwahrheiten und auflagensteigernden Schlagzeilen? Und wer war der damals 19-jährige Robert Ford, der zum inneren Kreis um Jesse gehörte? Wie brachte Ford eine derart monumentale Persönlichkeit zu Fall, was die Sheriffs in zehn Staaten vergeblich versucht hatten? Wie wurden sie Freunde? Und was spielte sich in den Tagen und Stunden vor jenem Schuss ab, der Jesses James’ Leben auslöschte und damit auch zum Wendepunkt in Robert Fords Leben wurde?

Niemand wird je die ganze Wahrheit erfahren.

„Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ beruft sich auf Ron Hansens Roman über den berüchtigtsten Gesetzlosen und seinen Attentäter, um die Legende aus einem neuen Blickwinkel darzustellen: Was geschah tatsächlich in den Monaten vor dem berüchtigten Schuss?

Im Jahr 1881 ist Jesse 34 Jahre alt. Er bereitet seinen nächsten großen Überfall vor und führt einen Privatkrieg gegen seine zahlreichen Gegner. Sie alle wollen das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld und den Ruhm, Jesse James zur Strecke zu bringen. Doch die größte Gefahr droht ihm von den Menschen, denen er uneingeschränkt vertraut.

TitelDie Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford
OriginaltitelThe Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford
GenreBiografie, Krimi, Drama
ProduktionslandUSA
Produktionsjahr2007
Kinostart-Datum25.10.2007
FSKFreigegeben ab 12 Jahren
Laufzeit156 Min.
Regie Andrew Dominik
Darsteller Brad Pitt, Nick Cave, Ted Levine, Michael Parks, Zooey Deschanel, Sam Shepard, Mary-Louise Parker
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Produzent(en)Tom Cox, Jules Daly, Lisa Ellzey, Dede Gardner, Brad Grey, Murray Ord, Brad Pitt, Jordy Randall, Ridley Scott, Tony Scott, David Valdes, Ben Waisbren
WebsiteDie Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford Website
Verleih Warner Bros. Pictures Germany
Bauten/DekorationsbauMartin Gendron, Troy Sizemore
Buch/DrehbuchAndrew Dominik, Ron Hansen
Bühnenbildner/
Bühnenausstatter
Janice Blackie-Goodine
CastingMali Finn, Deb Green, Jackie Lind
KameraRoger Deakins
Kamera- u. Elektrik-CrewKimberly French, Rob Gibson, Schane Godon, Quinn Grove, Bruce Hamme, Casey Harrison, Patrick Hogue, Joao Holowka, Martin Keough, David Lourie, Damon Moreau, Nicolas Phillips, Daniel Quesnel, Gordon Schmidt, Rick D. Schmidt, Clint Silzer, Aaron Stewart, Andrew Thom, Landin Walsh, Martin Wilde
KostümPatricia Norris
MaskeBrian Hillard, Gail Kennedy, Rochelle Pomerleau, Dave Snyder, Christien Tinsley
MusikNick Cave, Warren Ellis
ProduktionsmanagerDavid Dresher, Ravi D. Mehta, Brian Leslie Parker, Brian Parker
SchnittCurtiss Clayton, Dylan Tichenor
SpezialeffekteJay Benoliel, Kelly Coe, Megan Flagg, Amanda Paller, James Paradis, Maurice Routly, Diane Woodhouse
StuntsJim Finkbeiner, Dave Hospes, Terrance Leigh, Jacqueline Loewen, Rick Skene, Sean Skene, Jodi Terhoch, Brent Woolsey
SzenenbildPatricia Norris
TonChristopher S. Aud, Michael Babcock, Andrew Bock, Bruce Carwardine, Michael Dressel, Christopher Flick, Robin Harlan, Kimberly Harris, Richard King, Michael Magill, Geo Major, Michael W. Mitchell, Sarah Monat, Jacob Riehle, Randy Singer, Hamilton Sterling, Markus Wade, Hugo Weng, Linda Yeaney
Visual effectsCheryl Bainum, Patrick Clancey, Dominic Daigle, Dick Edwards, Mark Edwards, Deak Ferrand, Brian Holmes, Rusty Ippolito, Sophie Leclerc, Andrew C. Whitelaw, Valerie Delahaye
Kommentare (1)add comment

Mathias Bornemann schreibt:

 
"Die Ermordung des Jesse James" ist kein Western im klassischen Sinne, sondern mehr das Psychogramm eines Mannes, der nun einmal in dieser Zeit lebte. Betont ruhig und mit epischer Erzählweise nähert sich der Regisseur dem Mysterium Jesse James und stellt den Zuschauer dabei auf eine harte Geduldsprobe. Das Geschehen, das sich über fast drei Stunden erstreckt, als langweilig zu bezeichnen, wäre zu einfach und würde dem Film nicht gerecht. Doch die nicht enden wollenden Einstellungen - sei es, wenn die Mannen beisammen am Feuer sitzen oder aber wenn sie sich durch schneebedeckte, karge Landschaft zu ihrer Zufluchtsstätte begeben - entbehren fast jeglicher Spannung. Dass man zudem das Ende der Geschichte klar vor Augen hat, ist der Spannung ebenfalls nicht zuträglich. [weiterlesen]
Der Schwerpunkt des Films liegt auf den Dialogen, die sich jedoch in wenige, einprägsame Zitate zusammen raffen lassen, die das Gesehene und damit die Figur in ein wirkliches interessantes Licht stellen. Viele Gespräche sind geprägt von sich wiederholenden Belanglosigkeiten, was vermutlich zeigen soll, dass der wilde Westen meist nicht so wild und aufregend war, wie man es sich gemeinhin vorstellt. Doch den Kinobesuch dafür als Lehrstunde zu benutzen, ist überdenkungswürdig. Mit "Die Ermordung des Jesse James" ist Regisseur Dominik zweifelsohne ein stilistisch fein ersonnenes Leinwandepos gelungen, das formal gewisse Qualitäten aufweist: Gute Schauspieler, vor allem Casey Affleck, eine stringent harmonisierende Bild- und Tonebene schaffen eine dem Erzählstil entsprechende Atmosphäre. Doch dies täuscht nicht darüber hinweg, dass der Film schon sehr speziell und wenig zugänglich ist.
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16. Februar 2008
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