December Boys - Film

(1 Bewertung, Details)
December Boys

Die Becker-Entertainment-Produktion „December Boys“ ist eine Geschichte über das Erwachsenwerden. Der Film entstand an Schauplätzen in Südaustralien und im South Australian Film Corporation Studio in Adelaide. Daniel Radcliffe übernimmt darin seine erste bedeutende Rolle außerhalb der „Harry Potter“-Serie: Er spielt Maps, einen der December Boys – die vier halbwüchsigen Waisenknaben sind beste Freunde und alle im selben Monat geboren. Sie leben hinter den Mauern eines katholischen Klosters im australischen Outback der 1960er-Jahre.

Jahr um Jahr schwindet ihre Hoffnung, jemals Adoptiveltern zu finden. Die trübe Stimmung schlägt allerdings sofort um, als die vier ihre Sommerferien erstmals an der See verbringen dürfen. Dort kommen sie bei dem pensionierten Marineoffizier Bandy McAnsh (Jack Thompson) unter. Und dort verwandelt sich ihre Sehnsucht nach einem Zuhause in eine konkrete Option – jedenfalls für einen der vier Jungen. Denn am Meer freunden sie sich mit einem jungen Ehepaar (Sullivan Stapleton und Victoria Hill) an, das keine Kinder bekommen kann und deshalb einen der Jungen adoptieren will. Maps, der Älteste, verliebt sich gleichzeitig in das schöne Mädchen Lucy (Teresa Palmer). Zwischen den übrigen drei – Spark (Christian Byers), Misty (Lee Cormie) und Spit (James Fraser) – entbrennt bald ein heftiger Wettstreit um die Gunst der potenziellen Pflegeeltern. Die Freundschaft der Jungen wird auf eine harte Probe gestellt – was sich in den vielen Jahren der Zurückweisung und Unterdrückung aufgestaut hat, bricht jetzt unvermittelt aus ihnen hervor.

Doch die tiefe Freundschaft überwindet schließlich alle Rivalitäten – und besiegelt den Bund der December Boys, als sie erleben, was Freundschaft, Familie und Liebe wirklich bedeuten.

TitelDecember Boys
OriginaltitelDecember Boys
GenreDrama, Romanze
ProduktionslandAustralien, Großbritannien, USA
Produktionsjahr2007
Kinostart-Datum11.10.2007
FSKFreigegeben ab 6 Jahren
Laufzeit105 Min.
Regie Rod Hardy
Darsteller Daniel Radcliffe, Håkan Pörtfors, Jack Thompson, Victoria Hill, Sullivan Stapleton, Lee Cormie
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Produzent(en)Richard Becker, Jay Sanders, Jonathan Shteinman
WebsiteDecember Boys Website
Verleih Warner Bros. Pictures Germany
December Boys - Single Edition, DVD
Bauten/DekorationsbauAndrew Walpole
Buch/DrehbuchMichael Noonan, Marc Rosenberg
KameraDavid Connell
Kamera- u. Elektrik-CrewHayden Crowther, Ryan Osborne, Dick Tummel
KostümMarriott Kerr
MusikCarlo Giacco
ProduktionsmanagerColleen Clarke, Sally Clarke, Barbara Gibbs
SchnittDany Cooper
SpezialeffekteDaniel Houweling, Sam Howden, Clint Ingram, Steve Rungwerth
SzenenbildLeslie Binns
TonJason Hancock, Michael McMenomy, Andrew Plain, Liam Price, Jamie Roden, John Simpson, Alicia Slusarski, Jenny T. Ward, Megan Wedge
Visual effectsimon Alberry, Mark Bortolotto, Hayes Brien, Marc Collister, Sonia Cook, Jeremy Fisher, Gary Fulvio, Cameron Gough, Adrian Hauser, Jamie Hediger, Julian Hutchens, Shaun McKenna, Andrea Parkes, Wilfred Patriarca, Richard Pritchard, Noel Richards, Chris Schwarze, Kerri Schwarze, Brad Floyd
Kommentare (1)add comment

Mathias Bornemann schreibt:

 
Daniel Radcliffs erste Rolle außerhalb des Harry Potter Universums obliegt besonderer Beobachtung, denn hier nun muss er beweisen, ob auch ohne Spezialeffekte ein ausdrucksvoller Darsteller in ihm steckt. Wenn auch seine darstellerischen Leistungen nicht überragend sind, so macht er seine Sache doch sehr ordentlich. Das täuscht aber nicht über die ansonsten eher unentschlossene Inszenierung und die dramaturgischen Schwächen des Coming of Age Filmes hinweg. Etwas diffus wirkt die Erzählung um die vier Jungen, die zunächst mit einem Off-Kommentar aus der Perspektive von Misty beginnt, wodurch der Eindruck erweckt wird, die ganze Geschichte sei aus seinem Blinkwinkel betrachtet. [weiterlesen]
Doch im weiteren Verlauf wird klar, dass dem nicht so sein kann, denn immer wieder reihen sich Szenen ein, die sich primär mit der Figur von Radcliff beschäftigen. Ob es nun an der Anvisierung der Zielgruppe des Jungstars liegt oder aber die Romanvorlage ein wenig gekürzt wurde sei dahingestellt, zu übersehen ist dieser Erzählbruch nicht. Doch nicht nur hier weist der Film deutliche Mängel auf: auch vielen anderen Szenen wirken einfach nicht rund. Figuren, wie das Ehepaar, tauchen unvermittelt auf, und schon eine Minute später wird suggeriert, dass alle nunmehr einander kennen. Die Liebesgeschichte zwischen Maps und Lucy beginnt sich gerade zu entwickeln, doch wenn der Funken auf den Zuschauer überzuspringen beginnt, folgt ein jäher Schnitt und die sich gerade einstellende Stimmung wird abgrubt im Keime erstickt. Regisseur Rod Hardy versucht dies abzufedern, indem er malerische Bilder einsetzt, die dazu einladen, sich in ihnen zu verlieren. Auch die musikalische Untermalung unterstreicht die Gefühlsmomente, doch letztlich bleibt das Ergebnis zu unhomogen, denn Emotionen lassen sich genauso wenig diktieren wie vorgaukeln. So bleiben die "December Boys" dann auch nur ein behauptetes Stück Gefühlskino.
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16. Februar 2008
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