Zodiac - Die Spur des Killers - Film

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Zodiac - Die Spur des Killers

„…Ich werde in Zukunft nicht mehr ankündigen, wann ich meine Morde begehe, sie werden wie normale Raubüberfälle aussehen, wie Totschlag im Affekt oder auch wie vorgetäuschte Unfälle usw.…“
7. Brief – 9. November 1969

„Hier spricht Zodiac...“
Der Amoklauf eines Irren, der nie geschnappt wurde; der unfassbare Chiffre-Killer, der das ganze Land in Angst und Schrecken versetzte – Amerikas Gegenstück zu Jack the Ripper. Öffentlich sprach er von 13 Opfern, später von weiteren – zwei Dutzend weiteren. Die Polizei wies ihm sieben Taten nach – fünf dieser Opfer starben. Wie viele Morde der wohl legendärste Serienmörder der USA wirklich beging, wird vermutlich nie ans Licht kommen.

In Anlehnung an die wahre Geschichte eines Serienmörders, der den Großraum San Francisco in Atem hielt und jahrzehntelang die Behörden in vier Verwaltungsbezirken mit seinen Chiffren und Briefen verspottete, inszenierte David Fincher nach „Se7en“ (Sieben) und „Fight Club“ (Fight Club) nun den Thriller „Zodiac“. Vier Männer sind von der Jagd auf den Jäger besessen – diese Besessenheit verändert sie völlig und macht sie zu Gespenstern ihrer selbst: Die endlosen Hinweise, die der Killer hinterlässt, dominieren ihr Leben – und zerstören es.

Unter den vieren war Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal) der Joker.
Der schüchterne Zeitungskarikaturist Graysmith hatte nicht die Erfahrung seines abgebrühten und zynischen Kollegen Paul Avery (Robert Downey Jr.), der beim San Francisco Chronicle als Starreporter über Kriminalfälle berichtete. Er hatte auch nicht Averys Beziehungen zur örtlichen Polizei und zum gefeierten, ehrgeizigen Inspector Dave Toschi (Mark Ruffalo) vom Morddezernat oder zu dessen zurückhaltendem, pedantischem Partner Inspector William Armstrong (Anthony Edwards). Aber er hatte etwas, was ihm niemand zutraute: entscheidende Erleuchtungen – die erste am 1. August 1969.

Im üblichen Poststapel fand die Redaktion einen unbeholfen geschriebenen Brief an den Chefredakteur. Dieser eine von drei Briefen, die an den Chronicle, den San Francisco Examiner und den Vallejo Times-Herald adressiert waren, ließ die Redaktionen vor Schreck erstarren. „Sehr geehrter Herr Chefredakteur, hier spricht der Mörder…“ von David Faraday und Betty Lou Jensen, die am 20. Dezember 1968 auf der Lake Herman Road in Solano County erschossen wurden, von der am 4. Juli 1969 erschossenen Darlene Ferrin und vom mit dem Leben davon gekommenen Mike Mageau, den der Killer auf dem Parkplatz des Golfplatzes Blue Rock Springs in Vallejo umbringen wollte. Der Mörder nannte seine Opfer nicht beim Namen, listete aber viele Einzelheiten auf, die nur der Polizei bekannt sein konnten. Jede Zeitung erhielt einen Teil einer Chiffre, die – wenn dekodiert – angeblich seine Identität preisgeben sollte. Dann folgte eine Drohung: Veröffentlicht den Brief, oder es werden noch mehr Menschen sterben. Seit Jack the Ripper hatte sich niemand mehr an die Presse gewandt und sie mit Hinweisen auf seine Identität verspottet. Mit Zodiac erreichte die Geschichte mörderischer Psychopathen in den USA eine neue Dimension. Ein Paar in Salinas dekodierte die Botschaft. Doch erst Graysmith, ein enthusiastischer Code-Experte, dechiffrierte ihren verborgenen Inhalt, einen Bezug auf den Kinofilm „The Most Dangerous Game“ (Graf Zaroff, Genie des Bösen) von 1932.

Weitere Briefe tauchten auf – mit weiteren Drohungen. Am 27. September 1969 schlug Zodiac wieder zu, getarnt mit einer Kapuze, bewaffnet mit einer Schusswaffe und einem Messer, das in einer Scheide steckte. Damit erstach er Cecilia Ann Shepard, während ihr Freund Bryan Hartnell nur knapp überlebte – das junge Paar hatte am Lake Berryessa in Napa County gepicknickt. Einen Monat später, am 11. Oktober, kam der Killer nach San Francisco. Taxifahrer Paul Lee Stine wurde im vornehmen Viertel Presidio Heights in den Hinterkopf geschossen. Drei Tage später wurde ein fünfter Brief zugestellt, der unheilvollste von allen: Zodiac verkündete, dass die Polizei ihn in jener Nacht hätte stellen können. Was noch schlimmer war: Er hatte Schulkinder im Visier gehabt. Er wollte sie abknallen, wenn sie aus dem Schulbus stiegen. In San Francisco brach buchstäblich Panik aus.

Ohne es zu wollen, hatte Zodiac die Detectives Toschi und Armstrong und Reporter Avery über Nacht berühmt gemacht. Kinohelden, die Toschi nachempfunden waren, erwiesen sich als so beeindruckende Rollen, dass drei Schauspieler durch sie zu Stars aufstiegen. Graysmith blieb als Amateur-Kriminologe in seinem Sessel hocken und teilte Avery seine Erkenntnisse mit, wenn der ihm mal zuhörte. Doch Zodiac war ihnen immer einen Schritt voraus, verwischte seine Spuren und spickte seine spöttischen Briefe mit weiteren Drohungen. Und dann wurden sie sehr persönlich.

Die Schande verdrängte den Ruhm – Toschi fiel in Ungnade; der frustrierte Armstrong wandte sich anderen Fällen zu; Avery kündigte bei der Zeitung – seine Sucht machte ihn fertig. Zodiac verriet nun nichts mehr über seine Opfer. Im ganzen Land tauchten Nachahmungstäter auf. Doch der wahre Täter lief weiter frei herum.

Damit war Graysmiths Stunde gekommen. Und sie sollte dem Leben aller Beteiligten eine völlig neue Richtung geben.

TitelZodiac - Die Spur des Killers
OriginaltitelZodiac
GenreKrimi, Drama, Thriller
ProduktionslandUSA
Produktionsjahr2007
Kinostart-Datum31.05.2007
FSKFreigegeben ab 16 Jahren
Laufzeit157 Min.
Regie David Fincher
Darsteller Brian Cox, Mark Ruffalo, Jake Gyllenhaal, John Carroll Lynch, James LeGros, Robert Downey Jr.
» mehr
Produzent(en)Ceán Chaffin, Brad Fischer, Dorian Innes, Mike Medavoy, Arnold Messer, Louis Phillips, James Vanderbilt
WebsiteZodiac Website
Verleih Warner Bros. Pictures Germany
Bauten/DekorationsbauKeith P. Cunningham
Buch/DrehbuchJames Vanderbilt, Robert Graysmith
Bühnenbildner/
Bühnenausstatter
Victor J. Zolfo
CastingLaray Mayfield
KameraHarris Savides
Kamera- u. Elektrik-CrewLarry J. Aube, Chris Blauvelt, Mike Brennan, Walter Byrnes, John P. Cleveland, Mark P. Coo, Michael J. Coo, Edward Cox, Brian Foxnaugh, J. Armin Garza II, Eli Golub, Jimmy Harritos, Loren Johnson, Craig Kohtala, Jack Korbel, James Kumarelas, John R. Manocchia, Kim Marks, Jason McCormick, Gerardo Merino, Merrick Morton, Sarah Remetch, Brian Rosso, Bill H. Schwocho, Jerry Sidell, Christopher C. Strong, Tony Sweeney, Tony Varuola, Claudio Miranda
KostümCasey Storm
MaskeTrish Almeida, Dee Dee Altamura, Felicity Bowring, Marc Boyle, Miia Kovero, Lygia Orta, Margarita Pidgeon, Kelvin R. Trahan, Jenny-King Turko, Lauran Upshaw, Karen Zanki, Don Rutherford
MusikDavid Shire
ProduktionsmanagerPeter Mavromates, Kelley Smith-Wait, Daniel M. Stillman
SchnittAngus Wall
SpezialeffekteRodney M. Byrd, Roy K. Cancino, Burt Dalton, Arnold Peterson, Arthur G. Schlosser
StuntsAndy Arness, Al Cacioppo, Mickey Giacomazzi, Victor M. Slone, Tony R. Vella
SzenenbildDonald Graham Burt
TonLuke Dunn-Gielmuda, Marie Ebbing, Coya Elliott, Sean England, Andre Fenley, Malcolm Fife, Pascal Garneau, Richard Hymns, Doc Kane, Ren Klyce, Tai Klyce, Drew Kunin, Bryan Lawson, Stuart McCowan, Jeremy Molod, Alyson Dee Moore, David Parker, Michael Primmer, Richard Quinn, David Raymond, John Roesch, Michael Semanick, Jonathon Stevens, Addison Teague, Gwendolyn Yates Whittle, Sam Zeines
Visual effectsHeather Abels, Mariana Acuña Acosta, Matthew Adams, Chris Anderson, Daphne Apellanes-Ackerson, Austen Armus, Eric Barba, Craig Barron, Lisa Beroud, Michael Brazelton, Michael Breymann, Can Chang, Joseph M. Chiechi, Glenn Cotter, Janelle Crowshaw, Johanna D'Amato, Robin L. D'Arcy, Ignacio de la Rosa, Karl Denham, Clayton Douglas, Sven Dreesbach, Scott Edelstein, James Gaczkowski, Juan S. Gomez, Jon Green, Chris Ingersoll, Charlie Iturriaga, Joni Jacobson, Jaymie Lam, Nicholas Lund-Ulrich, Steven Messing, Timothy Mueller, Brian Nugent, Jeff Olm, James Pastorius, Corinne Pooler, Jerry Pooler, Paul Rivera, Tom Schultz, Daniel Thron, Ed Ulbrich, Ryan Zuttermeister, Adriana Arriaga, Thomas Nittmann
» mehr
Raul Prado, Chris B. Schnitzer, Edson Williams
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